Schwitzen am Po

Ursachen, Sofortmaßnahmen und Therapieformen

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Therapieformen

Die sofortige Therapie der Symptome kann eine fundierte Ursachenforschung und die nachhaltige Therapie durch Fachärzte (z. B. Dermatologen, Internisten, Ernährungsspezialisten, Psychotherapeuten) positiv ergänzen, jedoch nicht ersetzen. Kurzfristiges Ziel ist die Wiederherstellung der Lebensqualität des Betroffenen.

Besonders hautschonende Antitranspirante1 gelten dabei bei vielen Fachleuten als bevorzugter erster Schritt, wenn es um die Verhinderung starken Schwitzens am Hintern (das im Volksmund sogenannte „Arschwasser“) geht. In den meisten Fällen stellt sich bereits kurz nach Beginn der Behandlung eine spürbare Verbesserung ein: Der Schweißfluss wird stark reduziert, wodurch dem Betroffenen die Scham und der akute Leidensdruck („Angst vor dem sichtbaren Schwitzen“) genommen wird.

Antitranspirante der 3. Generation1, wie wir sie heute bereits vereinzelt im freien Online-Handel finden, sind so konzipiert, dass sie selbst über einen längeren Zeitraum angewendet werden können, ohne den Organismus zu belasten. Auch Hautreizungen sind bei diesen „sanften Antitranspiranten“ mittlerweile auf ein Minimum reduziert worden – und zwar ohne die Wirkung einzuschränken.

Anwendung am Po und zwischen den Oberschenkeln
Antitranspirante mit bis zu 20 % Aluminiumchlorid-Anteil können ohne Probleme zwischen den Pobacken, im Schritt oder an den Oberschenkeln angewendet werden. Dies trifft besonders auf schweißhemmende Mittel zu, die durch Zugabe von Pflanzenextrakten eine bessere Hautverträglichkeit aufweisen.

Doch Vorsicht! Da das Mittel nicht mit den Schleimhäuten in Berührung kommen darf, ist darauf zu achten, dass sich die Flüssigkeit sicher (d. h. gezielt) applizieren lässt. Produkte in Pump- bzw. Sprühflaschen sowie Roll-On Sticks mit Kugel sind eher ungeeignet.

Als besonders sicher sind Tropfflaschen anzusehen, anhand derer sich das Mittel zur Darreichung auf einen dünnen Wattebausch oder auf die Fingerkuppe tropfen lässt. So kann der Wirkstoff auch auf engem Raum (z. B. zwischen Nase und Oberlippe) sicher verteilt werden.

Die Haut am Po und im Schritt ist besonders sensibel. Deshalb sollte beim Kauf eines Antiperspirants auf pflegende und reizlindernde Zusatzstoffe geachtet werden, damit der Wirkstoff Aluminiumchlorid nicht zu unangenehmen Hautreizungen führt. Als wirkungsvolle Katalysatoren gegen Hautreizungen haben sich natürliche Pflanzenextrakte wie z. B. Salbei, Nelkenblüte und Bartflechte herausgestellt. Denn diese seit Jahrhunderten bekannten Stoffe reduzieren die Reizung der Haut auf ein Minimum.

Unangenehme Gerüche entstehen vor allem durch ekkrinen Schweiß auf der Haut, welches durch bestimmte Bakterien der natürlichen Hautflora zersetzt wird. Diese Bakterien vermehren sich an den schweißnassen Stellen sehr stark, da ihnen das feucht-warme Klima ideale Bedingungen bietet. Das im Überfluss vorhandene Schweißsekret stellt dabei ein ständiges Nahrungsangebot dar. Bei der Verstoffwechselung des ekkrinen Schweißes entstehen chemische Verbindungen, die wir als äußerst unangenehm empfinden (u. a. Buttersäure). Bei nachlässiger Hygiene löst der permanente Schweißfilm zudem minimale Rückstände von Urin und Kot, wodurch der Körpergeruch besonders abstoßend wirken kann. Um die Entstehung des Schweißgeruchs grundsätzlich zu verhindern, empfehlen sich neben der Schweißreduktion durch Antitranspirante (siehe oben) regelmäßige Waschungen mit antiseptischen Seifen oder Waschschäumen (z. B. BromEX foamer1). Sie wirken pilzhemmend und bakteriostatisch, d. h. die Bakterienflora wird ausbalanciert und nicht radikal abgetötet. Da der Bereich um Gesäß, Damm und Leiste sehr sensibel ist, sollten alkoholbasierte Desinfektionsmittel (z. B. mit Triclosan) nicht angewendet werden.

Fazit

Schwitzen am Po ist für die Betroffenen mit starken persönlichen Einschränkungen verbunden, die dazu führen können, dass sich der Poschwitzer kaum mehr unter Menschen traut, bzw. viele Situationen des täglichen Lebens bewusst meidet. Diesen Rückzug aus dem Leben zu durchbrechen ist oberstes Ziel einer jeden Therapie!

Ein erster Schritt dazu sollte der Gang zum Dermatologen sein. Dazu muss die Scham des Betroffenen, fremde Personen zu involvieren, überwunden werden, damit der Vielschwitzer ärztliche Hilfe überhaupt wahrnehmen kann.

Der begleitende (anonyme!) Austausch mit anderen Betroffenen wird als sehr hilfreich angesehen. Die Hyperhidrotiker merken, dass sie nicht allein mit dem Problem sind. Dies allein kann schon sehr „befreiend“ wirken.

Sobald möglicherweise zugrunde liegende Primärerkrankungen ausgeschlossen werden, dürften in der Regel gute Antitranspirante1 den ersten Schritt in ein schweißfreies Leben darstellen. Geeignete Mittel kann man in der Apotheke oder online bestellen. Eine Flasche hochdosiertes Antitranspirant kostet in etwa 25 Euro für 50 ml. Diese Menge reicht für ca. 6 bis 12 Monate (abhängig von der Größe der behandelten Bereiche).

Sollte diese Therapieform am Po keine Besserung bringen, gibt es noch die Möglichkeit zur medikamentösen Behandlung des Schwitzens, wobei hier (verschreibungspflichtige) Medikamente aus der Parkinson-Therapie zum Einsatz kommen, deren Darreichung auf Grund der möglichen Nebenwirkungen präzise auf die körperliche Verfassung des Betroffenen abgestimmt werden müssen.

Gleiches gilt für Injektionen mit Botulinumtoxin sowie für operative Eingriffe (z. B. das Herausschneiden der Schweißdrüsen). Chirurgische Verfahren sollten stets als letzte Option, als ultima ratio angesehen werden.

 


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